Ein landesmeisterschaftliches Wochenende

 

Am 23. und 24.1. fanden die Landesmeisterschaften in der Halle zu Neubrandenburg ihre Fortführung.

Mit gemeldeten 33 Kindern voller Aufregung und Tatendrang ging es am Samstag gen Osten – mit 40km/h.

Väterchen Frost hatte zugeschlagen und die Strassenmeisterei war – natürlich – vollkommen überrascht.

Mit halbstündiger Verspätung erreichten wir das Jahnsportforum und waren doch irgendwie pünktlich. Der Veranstalter hatte in weiser Voraussicht den Beginn der Meisterschaften um eine halbe Stunde verschoben.

Die Meisterschaften der U10 und U12 werden in der Halle traditionell als Mehrkampf ausgetragen. So hieß es für alle Kinder unter 10 Jahren zu sprinten, zu springen und zu laufen. Die Krux daran – man kann nicht immer alles gleich gut. Da kann es sein, dass der Sprinter allen die Hacken zeigt, aber bei den 800m auf seine eigene Zunge tritt. Markant auch in dieser Altersklasse, dass die meisten Kinder hier erste Erfahrungen mit der Leichtathletik machen. Da werden die 800m mal im Sprinttempo angegangen, um dann zu merken, dass nach Runde 1 noch Runde 2,3 und 4 kommen. Der Tiefstart ist noch nicht perfekt und beim Weitsprung wird die 80cm breite Zone plötzlich streichholzdünn. Und doch erkennt man die Kämpferin, den Springer, die Läuferin, den Sprinter. Alle Kinder waren voll bei der Sache und haben einen langen anstrengenden Wettkampftag mit Bravour gemeistert. Einer tat dies aber besonders gut – Finn Niemann (8) hat irgendwie doch alles richtig gut gemacht und wurde dafür mit dem 1.Platz belohnt. Herzlichen Glückwunsch!!!

 

Bei den Kindern der Altersklasse U12 kommt zum Sprint, Weitsprung und 800m noch der Hochsprung dazu. Die Kids sind schon nicht mehr ganz so unbedarft und alles sieht irgendwie schon leichtathletisch aus. Das macht dann auch die Trainer stolz, die ja viele der Kinder über mehrere Jahre begleiten und sportlich formen dürfen.

Wie immer ist es schwierig in so einem Bericht jede Leistung angemessen zu würdigen. Auch wenn es vielleicht nicht das Podest oder eine Urkunde gewesen ist, welche am Ende des Tages mit nach Hause gebracht wurde, so hat doch fast jedes Kind eine neue persönliche Bestleistung erreicht, sich wieder einmal überwunden und die Aufregung bezwungen. Darauf können sie stolz sein!!!

Gemessen in Sekunden und Zentimetern hat es eine an diesem Tag am besten gemacht. Lea Führer (W11) erkämpfte sich die Silbermedaille, obwohl sie sich auf die Zunge getreten hat…;)

Ich freue mich darauf, in den kommenden Monaten den Kindern zu zeigen, wie der Start besser, der Sprung weiter oder höher und der Lauf besser einteilbar wird.

Am Sonntag den 24.1. dann, durften die U14/U18 und die Männer und Frauen zeigen, wer der oder die Beste ist. Wieder am Start auch unsere „Großen“, die bereits am vorhergehenden Wochenende Wettkampfluft schnupperten. Die eine oder andere Norm zu erreichen und Wettkampfhärte war hier das Ziel. Da sie und ihre Leistungen schon hinreichend gewürdigt wurden, will ich hier nicht mehr umfangreich darauf eingehen. Es ist jedoch schön zu sehen, wie nicht nur der Sport, sondern auch die Gemeinschaft gelebt wird.

Anders als bei der U10/U12, ging es hier an die Einzeldisziplinen.

Und schon frühzeitig mussten wir einen herben Rückschlag verkraften. Sina Stoll (12) stürzte im Hürdenfinale und verletzte sich am Fuß. Zwei sicher geglaubte Medaillen gingen in Bandage und Kühlakku unter. An dieser Stelle wünschen wir gute Besserung!!!

Und auch Louis Ziegert (13) kostete der Fuß den Sieg. Gottseidank keine Verletzung, aber eben dieser war das Stückchen zu weit hinter der Zone – 5.20m im Weitsprung, aber nun mal nicht gültig. Bronzemedaille war es dann aber doch noch.

Gut zu Fuß, um bei der Analogie zu bleiben, zeigten sich auch die Jungs unserer U18 Staffel über 4x200m ( Waack, Moldenhauer, Marien, Lahn). Silbermedaille für unseren Verein.

Ebenfalls Silber gab es für die WU18 Staffel ( Griephan, Führer, Gentzsch, Burr) über die gleiche Distanz.

Und wenn es meist auch immer die Medaillen sind, über welche man spricht, so sind es doch die unzähligen Eindrücke die sich einprägen an solchen Tagen. Insofern möchte ich aufrufen, dass alle Mütter und Väter sich das Auto vollladen mit Omas, Opas, Onkels und Tanten, Cousins und Cousinen usw. um diese Impressionen bei den anstehenden Wettkämpfen zu teilen.

Abschliessend noch mal meinen Respekt und meine Anerkennung! Ich kann nur bewundern, was die Kinder neben Hausaufgaben, langen Schultagen und dem Training immer wieder leisten an solchen Tagen in den Hallen und Stadien. Chapeau!!!

OZ LM NB Halle 2016

Bilder hier:

 

Zu den Ergebnissen

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